Der Wolf sorgt für Diskussionen

Der Wolf sorgt für Diskussionen


Am 17.05.2017 hat horizont einen Informationsabend zum Thema „Der Wolf ist zurück“ veranstaltet, um über zentrale Probleme und Herausforderungen für alle Beteiligten aufzuklären und das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. In verschiedenen Vorträgen von hochkarätigen Referenten wurden zahlreiche Fragen rund um das Thema beantwortet.

 

Nach einer Begrüßung des Verkaufsleiters Johannes Klesper hat die NABU-Wolfsbotschafterin Isa Rössner über die geographische Verbreitung und den Bestand des Wolfes sowie über den Herdenschutz gesprochen. Sie appellierte an die Schafhalter, Herdenschutzhunde anzuschaffen und erhöhte Zäune zur Abwehr aufzustellen. Herr Reinhard Rust vom Regierungspräsidium in Kassel verwies auf die rechtlichen Rahmenbedingungen und ging näher auf Informationen zum Wolfsmanagementplan des Landes Hessen ein. Anschließend berichtete der ehemalige Berufsschäfer Stefan Rhode über seine achtjährigen Erfahrungen als Wanderschäfer mit über 300 Mutterschafen. Er bezog sich hierbei auf die Sichtweise der Schäfer und betonte vor allem die Unruhen und Folgen  innerhalb der Herde nach einem Wolfsangriff.

Nicole Heitzig von der Kreisjägerschaft Hochsauerland ist näher auf die Erkennungszeichen des Wolfes eingegangen und hat die Situation der Jäger dargestellt. Aufgrund des bestehenden Jagdverbotes der Wölfe halten sich die Jäger größtenteils aus den Diskussionen heraus. Der Berufsjäger Michael Osberger konnte den Vortrag durch die Schilderung der Situation der Jäger in der Region Waldeck-Frankenberg ergänzen und auch die Rissbegutachtung näher darstellen. Im letzten Beitrag des Abends hat Benno Spilker, der Produktmanager Weidezaun von horizont, das Forschungsprojekt zum Thema Herdenschutz in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverband vorgestellt und das Thema Zaunmanagement näher erläutert. Der entwickelte Zaun zur Wolfsabwehr mit einer Höhe von 1,20 Metern habe sich als besonders wirksam erwiesen.

Mit über 60 Teilnehmern war die Veranstaltung gut besucht und es gab durch die kontroversen Sichtweisen reichlich Diskussionsbedarf. Das Thema erzeugt bei Tierhaltern und Naturschützern unterschiedliche Emotionen. Dies zeigt, wie brisant das Thema Wolf ist und welche Ängste aufgrund der letzten Sichtungen entstehen. Ein reger Informationsaustausch konnte stattfinden und die Meinungen der unterschiedlichen Interessengruppen wurden sehr deutlich.

Wir freuen uns, dass dieser Abend so gut besucht war!