Forschungsprojekt in Kooperation mit der Uni-Kassel

Forschungsprojekt in Kooperation mit der Uni Kassel


In einem gemeinsamen Projekt mit der Universität Kassel, dem Frauenhofer Institut und weiteren Unternehmen aus dem Bereich der Kunststoffherstellung und -verarbeitung, entwickelt horizont einen neuen biobasierten Verbundwerkstoff. Ziel ist die Entwicklung eines speziellen, besonders schlagzähen Kunststoffes durch die Zugabe von Naturfasern (Cellulose-Regeneratfasern).

Pressemitteilung horizont group gmbh

Korbach, im Juni 2017. Das Unternehmen horizont aus Korbach arbeitet seit Februar 2016 gemeinsam mit einer Forschungsgruppe der Universität Kassel und des Frauenhofer Institutes an einem Forschungsprojekt, welches zum Ziel hat, einen Kunststoff zu entwickeln, der durch die Zuführung von Naturfasern Eigenschaften erhält, die so heute noch nicht zur Verfügung stehen und dabei die Umweltfreundlichkeit von Kunststoffprodukten steigert.

Im Rahmen dieses Projektes wird erforscht, wie und in welchem Umfang sogenannte Cellulose-Regeneratfasern dem Kunststoff beigemischt werden können, um die Belastungsfähigkeit des Kunststoffes zu erhöhen. Der Vorteil bei der Verwendung von Cellulose-Regeneratfasern ist es, dass diese im Vergleich zu anderen Naturfasern sehr gleichmäßig sind und sich daher für technische Anwendungen am besten eignen und ein reines Naturprodukt sind.

Im Rahmen einer Zwischenpräsentation bei horizont konnten die Forscher der Universität Kassel erfreuliche Zwischenergebnisse aus ihren Laborversuchen präsentieren. Im Vergleich zu dem klassisch eingesetzten Kunststoffen erreicht der neu entwickelte biobasierte Verbundwerkstoff mit Cellulose-Regeneratfasern eine Erhöhung der Schlagzähigkeit um den Faktor 5 und übertrifft damit auch die bisher verwendeten glasfaserverstärkten Kunststoffe.

Im nächsten Projektschritt werden auf Basis des neuen biobasierten Verbundwerkstoffes verschiedene Kunststoffprodukte bei horizont produziert, um diese in unterschiedlichen Testverfahren auf Materialeigenschaften zu prüfen und die Erkenntnisse aus den Labortests in der Praxis zu überprüfen. „Für horizont ist die Erforschung von neuen Werkstoffen und neuen Produktionsverfahren ein wichtiger Aspekt der täglichen Arbeit“, so Ronny Kisten,  Produktionsleiter  Formenbau und Kunststofffertigung. „Besonders die Themen Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit haben hierbei unser Augenmerk. So haben wir beispielsweise bereits vor einigen Jahren damit begonnen erste Tests mit Holz- und Korkgranulaten in Kunststoffprodukten zu machen, um den Anteil von Kunststoff in den Produkten zu reduzieren.“

Die Entwicklung des neuen biobasierten Verbundwerkstoffes wird noch bis mindestens Ende 2017 weitergehen, um dann bei erfolgreichem Abschluss aller Tests als neues Produkt im Markt zur Verfügung zu stehen. „Gerade im Bereich unserer mobilen Verkehrssicherungsprodukte wie Baken, Absturzsicherungen und Blitzleuchten ist die Schlagzähigkeit ein großes Thema, da diese Produkte auf Autobahnen und Bundesstraßen immer wieder Unfällen standhalten müssen“, so Steffen Müller, geschäftsführender Gesellschafter bei horizont.