Normen & Vorschriften

Normen & Vorschriften


... für Elektrozaungeräte in Europa oder Übersee



Elektrozäune sind die einzigen Elektroanlagen, bei denen nicht isolierte, leitende, unter Spannung stehende Teile der Allgemeinheit - Mensch und Tier - zugänglich sind und berührt werden können. Der Schmerz, der beim Berühren der leitenden Teile des Zauns durch die elektrischen Impulse zu spüren ist, soll Tiere vom Verlassen des eingezäunten Bereiches oder vom Eindringen in einen zu schützenden Bereich abhalten. Der Impuls soll auch bei empfindlichen Tieren oder bei Menschen nur abschreckend sein und darf unter keinen Umständen Schaden verursachen. Schmerz und Abschreckung, aber auch mögliche Gefahren steigen insbesondere mit der Energie der elektrischen Impulse. Deshalb dürfen die in den zutreffenden Normen vorgegebenen Maximalwerte auch unter ungünstigsten Bedingungen wie der Verwendung besonders starker Geräte, bei kurzen Zäunen mit wenig Bewuchs, bei Berührung in unmittelbarer Nähe des Gerätes oder bei guter Erdrückleitung ... usw. nicht überschritten werden. Besondere Gefahren entstehen auch, wenn sich ein Mensch oder ein Tier im Zaun verfängt und über längere Zeit den elektrischen Impulsen ausgesetzt ist.

Andererseits muss ein Weidezaungerät aber auch genügend starke Impulse liefern, um bei schlechten Bedingungen wie langen Zäunen, trockenen Böden oder starkem Bewuchs hütesichere Impulsspannungen und genügend Abschreckung zu erzeugen.

Weltweit gibt es zum Teil abweichende Grenzwerte je nach Kontinent und den lokalen Bedingungen.

Sicherheit zuerst, EN 60335-2-76 oder IEC 60335-2-76 oder UL69

In Europa (EU u. weitere Länder) gelten folgende Sicherheitsvorschriften:

- EN 60335-1 Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke.

- EN 60335-2-76 Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke- Besondere Anforderungen an Elektrozaungeräte (Diese Norm setzt die Einhaltung der EN 60335-1 voraus).

Die EN 60335-2-76 schreibt z.B. eine maximale Impulsenergie von 5 Joule an 50 bis 500 Ohm vor und erlaubt nur höhere Energien bis zu 15 Joule, wenn eine Verzögerungszeit von 15-60 Sekunden nach einer Zaunberührung eingehalten wird. Das bietet Tieren und Menschen die Möglichkeit sich vom Zaun zu entfernen bevor starke Geräte bei anhaltender Belastung (Ableitung), die zumeist durch Bewuchs verursacht wird, zur Gewährleistung der Hütesicherheit die Impulsenergie erhöhen. Außerdem muss zusätzlich ein optischer- und akustischer Alarm eingebaut sein, der bei einer anhaltenden Zaunberührung ausgelöst wird, um auf eventuell im Zaun verfangene Tiere oder Menschen aufmerksam zu machen.

In den USA gilt die UL69 mit Maximalwerten, die je nach Dauer der Impulse größer oder kleiner als die in Europa geltenden sind. Dort werden nur feste Grenzwerte für 500 Ohm genannt und demzufolge gibt es auch keine Verzögerung bis zur Erhöhung der Impulsenergie und keine Alarmfunktion. Hinzu kommen spezielle Vorschriften, die insbesondere dem Brandschutz dienen.

Außerhalb der USA und Europa gilt die internationale Norm IEC 60335-2-76. Hier gibt es lediglich eine Begrenzung der Impulsenergie auf 5 Joule an einem Wider­stand von 500 Ohm innerhalb der Zaunlast. Auch Verzögerungszeiten und Alarm werden nicht gefordert. In einer anderen Auslegung wird der maximale Impulsstrom abhängig von der Impulsdauer vorgegeben, ähnlich wie bei der UL69. In allen Normen ist außerdem festgelegt, dass die Impulsenergie bei starken Geräten auf kleine Werte begrenzt werden muss, wenn die Zeit zwischen den Impulsen in einem Fehlerfall zu kurz wird (Taktüberwachung). Ist der Impulsabstand kleiner als 0,75s darf die Impulsenergie entsprechend IEC und EN maximal 2,5 Joule/s an 500 Ohm betragen.

Elektrozaungeräte nach der EN 60335-2-76 erfüllen auch die internationale Norm IEC 60335-2-76, so dass sie auch außerhalb Europas verwendet werden können. Sofern die Impulsbreite  bei Geräten nach EN 60335-2-76 nicht grösser als 300 µsec ist (das trifft für viele Geräte zu), werden auch die Grenzwerte der UL69 eingehalten. Die Standards enthalten auch Abschnitte, die sich mit der korrekten Errichtung von Elektrozaun-Anlagen beschäftigen. Dabei wird zwischen der Anwendung als Elektrotierzaun (für Weidehaltung, Wildschutz und Landschaftspflege) oder Elektrosicherheitszaun (für den Objektschutz) unterschieden.        

0Alle Elektrozaungeräte in Europa müssen das CE Zeichen tragen

Damit die Weidezaungeräte das CE Zeichen tragen dürfen, müssen sie die EU Richtlinien 2004/108/EG (Elektromagnetische Verträglichkeit kurz EMV) und 2011/65/EU (Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten kurz RoHS) erfüllen, die beide in nationales Recht umgesetzt sind. Während die RoHS-Richtlinie regelt, dass bestimmte gefährliche Stoffe gar nicht, bzw. nur in sehr geringen Mengen in den Geräten verbaut werden, fordert die EMV-Richtlinie wirksame Maßnahmen gegen Funkstörungen.

Treten trotzdem Radio - und TV Störungen beim Betrieb eines Elektrozauns auf, liegt das zumeist an einem nicht ordnungsgemäßen Aufbau, bei dem z.B. durch Bewuchs, unsachgemäße Kontaktierung der Zaundrähte oder schlechte Isolatoren Funken entstehen.

Verbunden mit der RoHS-Richtlinie ist die WEEE-Richtlinie (2012/19/EG), die die Behandlung von Elektronikschrott regelt. Das Symbol einer durchgestrichenen Mülltonne auf den Geräten bedeutet einerseits, dass diese getrennt vom Hausmüll zu entsorgen sind und andererseits, dass der Hersteller im System der fachgerechten Entsorgung registriert ist und seinen Beitrag dazu leistet.

In Europa (EU u. weitere Länder) gelten folgende Sicherheitsvorschriften:

- EN 60335-1 Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke.

- EN 60335-2-76 Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke- Besondere Anforderungen an Elektrozaungeräte (Diese Norm setzt die Einhaltung der EN 60335-1 voraus).

Die EN 60335-2-76 schreibt z.B. eine maximale Impulsenergie von 5 Joule an 50 bis 500 Ohm vor und erlaubt nur höhere Energien bis zu 15 Joule, wenn eine Verzögerungszeit von 15-60 Sekunden nach einer Zaunberührung eingehalten wird. Das bietet Tieren und Menschen die Möglichkeit sich vom Zaun zu entfernen bevor starke Geräte bei anhaltender Belastung (Ableitung), die zumeist durch Bewuchs verursacht wird, zur Gewährleistung der Hütesicherheit die Impulsenergie erhöhen. Außerdem muss zusätzlich ein optischer- und akustischer Alarm eingebaut sein, der bei einer anhaltenden Zaunberührung ausgelöst wird, um auf eventuell im Zaun verfangene Tiere oder Menschen aufmerksam zu machen.

In den USA gilt die UL69 mit Maximalwerten, die je nach Dauer der Impulse größer oder kleiner als die in Europa geltenden sind. Dort werden nur feste Grenzwerte für 500 Ohm genannt und demzufolge gibt es auch keine Verzögerung bis zur Erhöhung der Impulsenergie und keine Alarmfunktion. Hinzu kommen spezielle Vorschriften, die insbesondere dem Brandschutz dienen.

Außerhalb der USA und Europa gilt die internationale Norm IEC 60335-2-76. Hier gibt es lediglich eine Begrenzung der Impulsenergie auf 5 Joule an einem Wider­stand von 500 Ohm innerhalb der Zaunlast. Auch Verzögerungszeiten und Alarm werden nicht gefordert. In einer anderen Auslegung wird der maximale Impulsstrom abhängig von der Impulsdauer vorgegeben, ähnlich wie bei der UL69. In allen Normen ist außerdem festgelegt, dass die Impulsenergie bei starken Geräten auf kleine Werte begrenzt werden muss, wenn die Zeit zwischen den Impulsen in einem Fehlerfall zu kurz wird (Taktüberwachung). Ist der Impulsabstand kleiner als 0,75s darf die Impulsenergie entsprechend IEC und EN maximal 2,5 Joule/s an 500 Ohm betragen.

Elektrozaungeräte nach der EN 60335-2-76 erfüllen auch die internationale Norm IEC 60335-2-76, so dass sie auch außerhalb Europas verwendet werden können. Sofern die Impulsbreite  bei Geräten nach EN 60335-2-76 nicht grösser als 300 µsec ist (das trifft für viele Geräte zu), werden auch die Grenzwerte der UL69 eingehalten. Die Standards enthalten auch Abschnitte, die sich mit der korrekten Errichtung von Elektrozaun-Anlagen beschäftigen. Dabei wird zwischen der Anwendung als Elektrotierzaun (für Weidehaltung, Wildschutz und Landschaftspflege) oder Elektrosicherheitszaun (für den Objektschutz) unterschieden.        

Alle Elektrozaungeräte in Europa müssen das CE Zeichen tragen

Damit die Weidezaungeräte das CE Zeichen tragen dürfen, müssen sie die EU Richtlinien 2004/108/EG (Elektromagnetische Verträglichkeit kurz EMV) und 2011/65/EU (Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten kurz RoHS) erfüllen, die beide in nationales Recht umgesetzt sind. Während die RoHS-Richtlinie regelt, dass bestimmte gefährliche Stoffe gar nicht, bzw. nur in sehr geringen Mengen in den Geräten verbaut werden, fordert die EMV-Richtlinie wirksame Maßnahmen gegen Funkstörungen.

Treten trotzdem Radio - und TV Störungen beim Betrieb eines Elektrozauns auf, liegt das zumeist an einem nicht ordnungsgemäßen Aufbau, bei dem z.B. durch Bewuchs, unsachgemäße Kontaktierung der Zaundrähte oder schlechte Isolatoren Funken entstehen.

Verbunden mit der RoHS-Richtlinie ist die WEEE-Richtlinie (2012/19/EG), die die Behandlung von Elektronikschrott regelt. Das Symbol einer durchgestrichenen Mülltonne auf den Geräten bedeutet einerseits, dass diese getrennt vom Hausmüll zu entsorgen sind und andererseits, dass der Hersteller im System der fachgerechten Entsorgung registriert ist und seinen Beitrag dazu leistet.

Besondere Anforderungen beachten

Für Geräte,  die mit 230V aus dem Netz oder über ein externes Netzteil versorgt werden, bestehen gegenüber den reinen Batterie/Akku-Geräten zusätzliche Anforderungen, die in den genannten Normen festgelegt sind. Auch besondere Anwendungen, wie z.B. Kuhtrainer in der Schweiz oder Taubenabwehr in Deutschland haben zusätzliche und besondere Vorschriften, die eingehalten werden müssen.

Deshalb gilt es bei der Auswahl der Geräte und dem Zaunaufbau die entsprechenden Anforderungen und mitgelieferten Dokumente zu beachten und die Geräte und den Zaun nur bestimmungsgemäß aufzubauen und einzusetzen.
Nicht nach dem Motto "so stark wie möglich" sondern "so stark und sachgemäß wie nötig"!

horizont Elektrozaungeräte in Europa sind mit CE Zeichen und der EN Norm EN 60335-2-76 versehen:

Das bedeutet, dass horizont Elektrozaungeräte nach den zutreffenden EU Richtlinien und der Sicherheits­norm EN 60335-2-76 (EN 60335-1) gebaut und geprüft sind und auch für die sachgerechte Verwertung gesorgt ist. Nationale Prüfungen werden nicht mehr benötigt, beziehungsweise können dadurch nachgewiesen werden. Österreich schreibt die Einhaltung der EN 60335-2-76 für die Anwendung und den Verkauf verbindlich vor. In anderen Ländern, wie auch in Deutschland, wird für Verbraucherprodukte die Einhaltung der EN 60335-2-76 über das Produkt­sicher­heits­gesetz ProdSG (Europäische Richtlinie über die allgemeine Produktsicherheit 2001/95/EG) geregelt. Für die Markaufsicht gilt demnach die Vermutungs­wir­kung, dass Elektrozaungeräte die nach der europäischen Sicherheitsnorm EN 60335-2-76 gebaut wurden, sicher sind. In Frankreich ist zusätzlich eine externe Prüfung nach EN 60335-2-76 für die nationale Homologation (Zulassung) notwendig.