Weidezaunpfähle

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Wissenswertes über Weidezaunpfähle

1. Welche verschiedenen Einsatzzwecke von Weidezaunpfählen gibt es?

Eck- und Torpfosten:

Eck- und Torpfosten sind meistens aus Holz oder aus Recycling-Material. Sie finden Ihren Einsatz, wenn sich die Zaunrichtung maßgeblich verändert, beispielsweise wenn Sie einen Richtungswechsel / Ecke (mehr als 30 Grad) in Ihr Zaunsystem integrieren wollen. Kunststoffpfähle können die hohen Zugkräfte der Zaunanlage als Eckpfosten nicht tragen und sind daher für dieses Anwendungsgebiet ungeeignet. Sinnvoll sind stabile Holzpfosten, achten Sie beim Bau einer Ecke auch auf den richtigen Einsatz von passendem Zubehör, verwenden Sie Isolatoren für Holz- und Recyclingpfähle von horizont. Holzpfosten sind auch als Zwischenpfosten beim Einsatz langer gerader Zaunverläufe geeignet, hier empfiehlt sich ihr Einsatz, um der Zaunanlage ausreichend Stabilität und Sicherheit zu geben. Wenn Sie ein Tor in Ihren Zaun integrieren, sollten Sie ebenfalls stabile Pfosten am Zaunende / Tor positionieren, da der letzte Pfosten die Zugkraft des Zaunes am Tor tragen muss. Egal, ob Sie eine Ecke oder ein Tor in ihr Zaunsystem integrieren, um ausreichend Stabilität im Zaunsystem zu haben, müssen die Weidezaunpfähle tief im Boden verankert sein. Je mehr Kräfte ein Pfahl aushalten muss, umso tiefer muss dieser im Boden verankert werden und umso größer muss der Pfahldurchmesser sein.

Tipp: Eck-, Tor- und Zwischenpfosten werden am besten mit Hilfe eines Erdbohrers und einer Handramme im Boden verankert und sollten doppelt so lang sein, wie der Zaun hoch ist.

Pfähle für den Richtungswechsel:

Wenn sich die Richtung Ihres Zauns ändert (im Winkel von 20 bis 30 Grad), muss der eingesetzte Weidezaunpfahl für den Richtungswechsel nicht so kräftig sein, wie ein Eck- oder Torpfosten. Die Kräfte, die unter dieser geringen Neigung auf den Pfahl einwirken, sind nicht sehr stark. Auch bei Senken oder Hügeln sollten diese Pfähle verwendet werden. Für diesen Einsatzzweck eignen sich am besten Pfähle, die sich im Boden verankern lassen, wie Holzpfähle, eine preiswerte Alternative dazu sind die Recyclingpfähle von horizont.

Streckenpfosten:

Streckenpfosten haben die Funktion das Leitermaterial auf einer immer gleichbleibenden Höhe zu halten. Je breiter das Leitermaterial ist (speziell beim Einsatz von Bändern), desto enger müssen die Pfähle stehen. Auch bei windanfälligen Einsatzgebieten sollten mehr Pfähle auf einer Strecke stehen, damit der Zaun stabil genug ist. Das eingesetzte Leitermaterial wird bei starkem Regen oder auch im Winter schwerer, da es mehr Feuchtigkeit aufnimmt. Dieses erhöhte Gewicht ist nicht unbedenklich für die Hütesicherheit im Zaun und sollte berücksichtigt werden. Um Ausfälle oder Spannungsabfälle zu vermeiden, sollten Sie vorbeugend und ausreichend Pfähle in Ihrem Zaunsystem stellen. Die Wahl des passenden Streckenpfostens unterscheidet sich darin, ob Sie einen ortsfesten Zaun besitzen oder einen Mobilzaun bauen möchten. Wir empfehlen Ihnen für einen Festzaun Holz- oder Recyclingpfähle. Für den Einsatz eines Mobilzauns sollten Sie Kunststoff-, Fiberglas- oder Winkelstahlpfähle verwenden.

Tipp: Ihre Pfähle kippen des Öfteren um? Das würde ein hohes Risiko für Sie als Tierhalter und Ihre Tiere darstellen. Streckenpfähle halten nur begrenzt im Boden. Wichtig ist demnach der richtige Einsatz von Eckpfosten, da diese die Spannung aufnehmen und von Eck- zu Eckpfosten sicher und stabil halten. Bei Kunststoffpfählen ist für einen besseren Halt im Boden ein breiter und langer Bodennagel geeignet.

2. Welche Höhen und Abstände müssen Weidezaunpfähle aufweisen?

Die Höhe Ihres Weidezauns hängt von der zu hütenden Tierart ab. Zu beachten ist vor allem die Größe Ihrer Tiere sowie deren Sprungeigenschaften. Wenn Sie zusätzlich Jungtiere mit auf der Weide halten, muss Ihr Zaun nach unten erweitert werden. Empfehlungen hierzu entnehmen Sie bitte der Seite 8. Generell gilt, umso breiter bzw. schwerer das Leitermaterial ist, desto enger müssen die Pfähle in windanfälligen Regionen stehen. Die Abstände unterscheiden sich ebenfalls vom eingesetzten Leitermaterial.